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 SCHÖPFUNGSGESCHICHTE

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BeitragThema: SCHÖPFUNGSGESCHICHTE   Di Okt 15 2013, 10:25

Dies war die Geburtsstunde der Welt und der Himmel: Nachdem Göttervater Ao die Sphäre der Reiche geschaffen hatte, währte das zeitlose Nichts, eine Ewigkeit der Schatten vor der Trennung zwischen Licht und Dunkel. In dieser Trübnis bewegten sich dreizehn Schattenfürsten, Schadevari genannt, von denen einige Gelehrte glauben, sie entstammten einer anderen Welt, während andere meinen, sie seien Kinder des Schattens selbst.

Schließlich entstiegen dieser Ursprungsessenz zwei schöne Zwillingsgöttinnen: die silberhaarige Selûne und die von rabenschwarzem Haar umflorte Schar. Beide in geschwisterlicher Liebe einander als Licht und Dunkel ergänzend. Die zwiegesichtigen Göttinnen schufen die Himmelskörper und hauchten ihnen Leben ein, wodurch die Erdenmutter Chauntea entstand. Chauntea war einst alle Materie in der Sphäre der Reiche, eh sie noch ihre Substanz auf Abeir-Toril beschränkte. Chaunteens Antlitz wurde vom Gesicht Selûnens erhellt und von Scharens Haar verdunkelt, doch war da nicht Wärme noch Feuer. Auf daß sie Leben gebären und tragen könne, bat die Fruchtbare um Wäme. Die Schwestern jedoch, zuvor stets in Eintracht, entzweite die Bitte Chaunteens. Die Silberhaarige stritt mit ihrem dunkelhaarigen Zwilling darum, ob weiteres Leben in die Welten gebracht werden solle. Der Glut des aufwallenden Götterfeuers entsprangen die Götter des Krieges, der Krankheit, des Mordes und des Todes. Während der Streit in grimmiger Inbrunst noch währte, griff Selûne nach dem Lande des Ewigen Feuers. Den Schmerz der versengenden Flammen verneinend, löste sie einen Splitter der ewigen Flamme und entzündete einen der Himmelskörper, auf daß er am Himmel brenne und Chaunteen wärme. So flammte lathandergesichtig die ewige Sonne wohl auf.

Zornig vermehrte Schar die grimmige Wut ihrer Schläge auf die verwundete Schwester und hob an, sämtliches Licht aus der Sphäre zu saugen. Dem zu begegnen und das Leben der Sphäre zu bewahren, entriß Selûne ihrem Körper die göttliche Uressenz, um sie wider die wütende Schwester zu schleudern. -Deren Leib war von der Wucht dieses Hiebes durchschlagen, so daß auch sie verlor einen Teil ihres göttlichen Kerns. Aus deren Vermischung verwob sich das magisch Gewebe, dem bald sich Mystrylen entspann, das Webwerk wohl auszugleichen. Obwohl aus der Magie des Lichts wie auch der Magie der Dunkelheit entstammend, gab sie Selûnen den Vorzug, wodurch sich die silberne Göttin den Sieg in dem Ringen errang. Von der Schmach der Niederlage zerfressen, schwor Schar indes ewige Rache.

Während Chaunteens geschwängerter Leib zu leben begann, rangen die Schwestern erneut. Doch Scharens Macht blieb über die Zeiten wohl gleich, nur war sie einsam und bitter. Die Kraft von Selûnen dagegen nahm bald zu und bald wieder ab. Mit Hilfe der Schadevari trachtete Schar danach, die Welt wieder umzugestalten und Licht und Dunkel wieder zu verschmelzen. Doch Azuth dem Hohen, der Erster der sterblichen Magyr war, gelang es, die Schattenfürsten hinter dem Weltende in eine Glaskugel zu locken, in welcher er die Illusion eines Schattenreiches erschuf. Mit dem Schattenstern, einem von Gond aus Schatten gefertigten Schlüssel, sperrte er sie darinnen ein ehe der Hohe den Schlüssel in die endlosen Weiten schleuderte, auf daß Chaunteens Schoß weiter Leben gebären konnte.
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