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 DexMs Charaktere: Bios

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BeitragThema: DexMs Charaktere: Bios   Sa Sep 28 2013, 04:50

LATHANDRAEL ILERANIS – DUROTHIL
(inaktiv)

Lathandrael Ileranis, der heute als Höchstrepräsentanz der Amanatorskirche Lathandrael I. genannt wird und eine Vielzahl von Titeln führt, wurde am Morgen des 21. Nightal 1232 in einem Körbchen auf den Stufen des Morgenturms, des Elversulter Lathander-Tempels, gefunden. Er wurde vom damaligen Hohepriester des Tempels, Lathanbart, Morgenherr, Orndeir – von dem er auch den Namen "Ileranis" (d.h. "Geschenk der Wintermorgenröte") erhielt – als Sonnenscheinkind in den Tempel aufgenommen. Ohne von seiner königlichen Abstammung zu ahnen, trat Ileranis im Alter von zehn Jahren als >Erweckter< ins Noviziat der Lathandritenkirche ein. Nach seinem beryn fin fügte der junge Sonnolfyn seinem Namen "Lathandrael" (d.h. "Ritter Lathanders") als Rufnamen an und gelobte der Lathanderkirche Treue, worauf er zum >Wachenden< ernannt wurde und zur Novizenkutze nun die hellrosarote Kapuze der >Wachenden< empfing.


LATHANDER, DER FÜRST DES MORGENS, JUGENDLICHER GOTT DER SCHÖPFERKRAFT
(Triptychon von Mililangelo Merris von Karwatsch)

Lathandrael übte sich in Lehre und Kampf, vollzog den Tempeldienst und arbeitete in der Bücherei des Tempels. Musikalisch begabt, lernte er mehrere Instrumente, von denen er den Schepprian bevorzugt, und er wurde bald Sengeran des Tempels. Als stellvertretender Leiter der Tempelmusik bemühte er sich auch um den Aufbau eines kleinen Orchesters und die Pflege neuerer Sakralmusik, in der – anstelle des altmodischen Psalmodierens in Wechselgesängen – v.a. an Hochfesten feierliche multiphone Orchesterkompositionen erklingen.
Erst 1325, im Alter von 93 Jahren, empfand er sich als würdig, die Weihe zum >Rufer der Morgenröte< und damit zum Klerikal der Lathanderkirche zu empfangen. Hatthala, erleuchtete Morgenherrin, Orndeir, die als Nichte des verstorbenen Lathanbart den Morgenturm mittlerweile als Hochklerikale leitete, legte ihm die Hand auf und überreichte ihm die karmesinrote Robe. Im Moment der Handauflegung hatte Lathandrael, Rufer der Morgenröte, Ileranis eine Vision: er weissagte der Morgenherrin, daß der Morgenfürst sie erwählt habe und sie ein von der Gottheit >berührtes< Kind gebären werde. Tatsächlich kam im selbigen Jahr der Feuergenasi Daelegoth Orndeir zur Welt, dessen mütterliche Blutlinie sich bis ins alte Nesseril zurückverfolgen läßt. Gemeinsam mit Daelegoth verbrachte Lathandrael einige Zeit als Adventürer und suchte mit diesem nach alten Artefakten der Lathandritenkirche.
In Myth Drannor stießen die beiden Freunde auf Schriften, die darauf hinwiesen, daß Daelegoth von einer Reihe bedeutender Priester einer nesseriler Gottheit namens Amanator abstammte. Während Lathandrael zögerte, glaubte Daelegoth aus diesen Schriften auch eine Verbindung zwischen dem Morgenfürsten Lathander und dem alten Gott Amanator erkennen zu können. Der Feuergenasi verließ bald den Tempel der Mutter und schloß sich dem Orden der Bruderschaft der Glorreichen Sonne an, einer Organisation innerhalb der Lathanderkirche, deren Mitglieder mehrheitlich der Lehre von der aufsteigenden Sonne verfallen waren, nach der Lathander der wiedergeborene nessische Sonnengott sei. Während Daelegoth schnell zum Sonnenmeister der Bruderschaft avancierte und schließlich Anführer der Sekte wurde, ging Lathandrael 1352 nach Thiefwasser, wo er am Erz- und Großtempel der Hohen Zinnen des Morgens Lathandritische Dogmatik, Theologie, kirchliches Recht und Kirchengeschichte studierte.


DER ERZ- UND GROSSTEMPEL DER HOHEN ZINNEN DES MORGENS ZU THIEFWASSER
(Gemälde von Banehart-Belleroth Abfloß gen. >Canal<)

Der ambitionierte Prefast des Tempels, Morgenherr Athosar, wurde bald auf den eifrigen Studenten aufmerksam und machte ihn zu seinem Adlatus. 1354 wurde Lathandrael zum >Herrn der Morgenröte< geweiht, wodurch er auch zu „kontroversen“ Schriften Zugang erhielt und die Schriften der Häretiker studieren konnte. Unter der Protektion des Prefasts stehend, wurde Lathandrael 1356 zum >Hohen Herrn der Morgenröte< ernannt und noch im selben Jahr zum >Meister der Morgenröte< geweiht. Auf der Synode der lathandritischen Kirche zu Marsember verdiente sich Lathandrael die ersten Sporen mit der Anklage des Tempelmönchs Sunemann Niewinterer, welcher der Lehre Hanor Kichavos, des Großabts des Tempels der Sonnenseele in Thiefwasser anhing, nach der Lathander, Sune und Selûne Aspekte ein und derselben Gottheit seien. Der Tempelmönch wurde verurteilt und die Synode beschloß die Einrichtung eines >Heiligen und Geheimen Uffizes zur Bewahrung der wahrhafftigen Reinheit der Lehre des allseeligmachenden lathandritischen Glaubens<. Zum Generalregenten des Uffizes und Obersten Ketzerjäger wurde der noch auf der Synode zum Morgenherrn geweihte Lathandrael berufen. Die Heraldiker des Tempels entwarfen der >Sonnenfaust Lathanders<, wie Lathandraels Amtsbezeichnung nun lautet ein Wappen:


WAPPEN LATHANDRAELS ILERANIS' ALS SONNENFAUST

In Feld 1 und 4 des gevierten Schilds das Zeichen Lathanders: in Rot eine über einem goldenen Dreiberg aufgehende Sonne von Gold; in Feld 2 und 3 das Zeichen des Elversulter Tempels: In Blau auf einem Hügel von Silber ein ebensolcher Turm, jedoch von einem goldenen, sechszackigen Stern überhöht. Das Wappen bekrönt ein goldener Klerikalshut, von einem rot goldenen Schirm beschattet.
Lathandrael baute das Heilige und Geheime Uffiz zu einer schlagkräftigen Organisation aus. In jeden Lathandertempel entsandte er unabhängige Agenten des Uffizes, die peinlich genau darüber wachten, daß vor Ort die der Lehre gemäße, lathandritische Doktrin befolgt wurde. Die Mitarbeiter waren angehalten, Abweichler unverzüglich an die Zentrale in Thiefwasser zu melden. Dort wurden die Notizen und Berichte der Mitarbeiter gesammelt, mit Kommentaren versehen und durch Ergänzungen stets auf dem neuesten Stand gehalten. Mit den Jahren entstand ein perfektes Registratursystem, in welchem ketzerische Äußerungen, Schriften oder Aktivitäten protokolliert, zugeordnet und ausgewertet wurden. Dabei fand ein unbestechlicher Bewertungsmaßstab Anwendung, der quasi selbsttätig die einzelnen Fälle von „zu vernachlässigenden Lästereien“ über „gewichtige Blasphemien“ bis „gefährliche Ketzereien“ einstufte. Dadurch war Lathandraels Heiliges Uffiz bei verhältnismäßig schlankem Personalaufwand jederzeit in der Lage, angemessen reagieren zu können. Erstes Opfer der Sonnenfaust wurde Hanor Kichavo, der Großabt des thiefwasserschen Klosters des Ordens der Sonnenseele, der in einem Prozeß der Ketzerei überführt wurde und – um sich vor der drohenden Exkommunikation zu retten – öffentlich von seinem Irrglauben abschwören und ein Schweigegelübde ablegen mußte. Danach durfte er zwar offiziell Abt und Ordensgroßmeister bleiben, die Geschäfte des Ordens aber übernahm Bruder Hronkil Elgresson.


S. LUMINENZ LATHANDRAEL, MORGENHERR, ILERANIS ALS SONNENFAUST IM JAHRE 1356
(Gemälde von Helminand Hals gen. >Leilonjo<)

Bis zum Jahre 1362 war Faerûn auch von der Häresie der dreigestaltigen Sonne befreit. Alle Anhänger der Sekte waren belehrt worden, in wenigen schlimmen Fällen wurde die Strafe der Exkommunikation verhängt. Seine Luminenz, Lathandrael, – inzwischen zum Hohen Morgenmeister aufgestiegen – war damals im Zenith der Macht. Einzig die Auseinandersetzung mit der von seinem Jugendfreund geführten Sekte der Bruderschaft der Glorreichen Sonne stand noch aus.


KERTZENBURG IM NEBEL
(Miniatur von Mililiam Turnherr)

1364 trafen sich Lathandrael und Daelegoth zum Disput auf neutralem Boden in Kertzenburg. Während der Auseinandersetzungen hatte Lathandrael eine Vision. Nach dieser verkündete er vor den Versammelten: „Wahrlich ich sage Euch: Lathander selbst spricht durch Daelegoth Orndeir zu seiner Kirche.“ Dadurch geriet Lathandrael selbst ins Visier seiner eigenen Behörde. Es gelang ihm jedoch, zu fliehen und vor seinen Häschern in Gyldenfeldt, der freien und fürstlichen Abtei Chaunteens – wo er von Hocherntemeister Tolgar Anuvien Asyl erhält – unter dem Namen >Junker Balvan Amakiir< unterzutauchen. Dort beschäftigte er sich mit der Übersetzung des Buches >Pelor< einer alten calischitischen Handschrift, die Amanatorens Rückzug und Wiedergeburt als Lathander thematisiert, seine Rückkehr voraussagt und Heilige Riten und Sprüche beinhaltet.


LATHANDRAEL ALS >JUNKER BALVAN AMAKIIR< IN AMNISCHER TRACHT CA. 1365
(Gemälde von Lakus Crachan d. Ä.)

Während er sich anfangs sehr zurückgezogen und stets mit einer Ledermaske verhüllt, seinen Übersetzungen widmete, wurde >Junker Balvan< aufgrund seiner Intelligenz und seines diplomatischen Geschicks bald der Vertraute des Abts von Gyldenfeldt. Als solcher half er bei der Vergrößerung des Gyldenfeldter Gebiets, etwa bei der Übernahme von Bargerechts Tavern und bei der Ausdehnung der Abtei auf das am Ostufer des Dessarin gelegene Niedergyldenfeldt. 1367 zum Prefast und 1368 zum Kanzeller ernannt, wurde er – obwohl Lathandrael kein Anhänger Chaunteens war – Fürsterzabt Tolgars Stellvertreter in allen weltlichen Dingen der Fürsterzabtei und Chef von deren weltlicher Regierung. In dieser Zeit lernte der >verhüllte Junker<, wie er landläufig genannt wurde, Zelebritäten kennen wie Khelben >Schwarzstab< Arunsun, damals noch Fürstmagus von Thiefwasser, Alustriel Silberhand, die Hochmaga von Silberichmondt und deren Sohn, Prinz Raerilarr Aerasumé, die Könige Harbromm Thalbrommssohn von Adbar und Bruenor Heldenhammer von Mithril Hall oder Fürst Nascher Alagondar von Niewinter. Privat fühlte er sich zu dieser Zeit mit Ilaethas Korethil verbunden, einem olfynen Barden aus Lautwasser.


FÜRSTERZABT TOLGAR ANUVIEN VON GYLDENFELDT
(Gemälde von Helmbrandt van Rhaus)

Als Vitzprefast von Niedergyldenfeldt übernahm er 1370 zusätzlich die Leitung des dortigen, von Fürsterabt Tolgar initiierten und 1371 geweihten Lathanderschreins. 1372 wird >Junker Balvan< von Fürsterzabt Tolgar zum Vormund seiner Tochter, der erwählten Erbäbtissin, Jamandra Anuvien, bestimmt und im Falle von dessen Ableben zum Fürst-Regens von Gyldenfeldt ernannt. 1373 reiste er nach Elversult, wo inzwischen Daelegoth Orndeir seine Mutter im Amt beerbte und seine Anhänger um sich scharte. Daelegoth eröffnete ihm, daß seine Mutter ihm ein für Lathandrael bestimmtes, im Waukeenentempel von Westtor angelegtes Vermögen vorenthalten habe, das er zu seinem 100. Geburtstag 1333 hätte erhalten sollen. Mit dem Erbe, das mit Zins und Zinseszins bereits damals auf eine Summe von über 55 Millionen cormyrischen Goldleu angewachsen war, sei ein Brief für ihn hinterlegt gewesen, den er seinem Freund überreichte:

Zitat :



Ich, deine Mutter,

entstamme dem Hause der Erben des königlichen Throns von Tintageer, der Nachfahren des ersten Drakenreiters, der goldolfynen Seldane Durothil. Dein Urgroßvater ist Rolim, der erste Aredhel und Kiira vanwar Hiraeth unseres Hauses auf Immerdar, der Ava Teuama en’Seldi ehelichte, die ihm Ilianaro, deinen Großvater, als atta’i’noste gebar, der nach der Erhebung seines älteren Bruders Zaor Teuama, zum König von Immerdar, zum Neuroseldan des Hauses ernannt und zum Hüter der Heiligen Axt Redethemar bestimmt wurde. Ilianaro Durothil en’Seldan verband sich mit Selsharra Elestar en’Seldi, deiner Großmutter, die nach Vashar Durothil en’Seldan, dem niinoste des Hauses und deinem Onkel, Zwillingen das Leben schenkte: Caspian, meinem Bruder und mir, Caspia Durothil en’Seldi.

So nobler Gesinnung dein Onkel Vashar ist, ein Paladin Corellon Larethians und treuer Streiter in Immerdars Scharen, so sehr ist Caspian, sein Bruder, mein Zwilling, von einem Wesen, das dem unbeständigen Herbstwinde gleicht. Nichts Rechtes vermochte er jemals zu rüsten und was immer er begann, blieb unvollendet zurück! Seine Stellung als Offizier in Immerdars Scharen warf er hinfort und zur steten Sorge des Hauses ist er geworden, seitdem er als Kind verbotenerweise mit dem Selu’Kiira des Hauses spielte. Sein Geist scheint befallen von einer dreigespaltenen Form der ondehiraeth! Bald nennt er sich Kas, der Tapfre, und folgt getreu der Seldarine Pfad, wie dies ein jeder unseres Hauses stets tat nur und tut. Bemächtigt sich seiner die zweite Natur seiner Seele, die er Asp nennt, ist er geprägt von törichter Schwatzhaftigkeit, großspuriger Prahlerei und Maulheldentum. Grausaum und schrecklich aber ist er, wenn der dunkle Herr Thorn sich seiner bemächtigt. Dann quält er die Lebewesen, derer er habhaft werden kann. Es war in einer jener Stunden, da der dunkle Thorn ihn heimsuchte, als dein Onkel, mein Zwilling, der stets mich in zärtlicher Liebe verehrte, mit Gewalt mir abrang, was die Sitte verbietet. So wurde Caspian, dein Onkel, mein Zwilling, zu deinem Vater!

Wie das Gesetz es befiehlt, verbannte Zaor, Dein königlicher Onkel, den Schmachvollen auf ewig von Immerdars gastlich Gestaden. Eh dies noch geschah, schwor Caspian, dein Onkel und Vater, mein Zwilling, Dich, teurer Sohn zu ermorden im Wahn, du könntest meine Liebe ihm rauben. Um Dich nun zu schützen, entsagte auch ich Immerdars bergenden Buchten und gebar ich dich in Elversults Mauern, am Tag des Lostacivae-Festes, da die Sonne stillsteht, im Monde Ringare und gab Dich in die liebsame Obhut der Rufer Lathanders. Nichts weiter vermag ich zu hinterlassen, als meine liebende Sorge und etwas Gold, das so sehr doch geschätzt wird im Kreise der Menschen.

Mögen deine Wege stets grün und golden sein.

Caspia, aus Durothils Haus.



Nachdem er diese erschütternden Neuigkeiten verwunden hatte, widmete sich Lathandrael mit Daelegoth Orndeir der Übersetzung des letzten Kapitels im Buche >Pelor<: Amanators ewiger Sonne – das königliche Wappenbild der Durothil, ein linkssehendes goldenes Drakenhaupt in Silber, hatte er mit einem roten Schräglinksfaden durchgestrichen! Mit Hilfe des >Buches Pelor< wirkte Daelegoth 1374 den epischen Wirkspruch "Ewige Sonne" und ließ über Elversult ein zweites Sonnengestirn aufgehen. Nachdem unter dem Namen seiner Radianz, Durneth Seefahrers in Telpir Edikte ausgegeben worden waren, welche Daelegoth unterstützten, kam es zwischen der Lathandritenkirche und Daelegoths Anhängern zum offenen Bruch. Angeführt von Ihrer Hochradianz Ghentilara, der langjährigen Hochklerikalen von Thiefwasser, erklärten die Leiter der Tempel von Marsember und Ordulin die >Lehre von der aufsteigenden Sonne< für Häresie. Dies hatte zur Folge, daß Hronkil Elgresson Partei für Daelegoth ergriff und große Teile des Ordens der Sonnenseele der neuen Glaubensfraktion beitraten. In Niedergyldenfeldt legte Lathandrael mit seiner Maske auch das Pseudonym >Balvan Amakiir< ab und ersetzte mit Duldung des Fürsterzabts und mit Hilfe seines Freundes, des Asternritters Graf Tempurian von Durinbold, alle Führungspersönlichkeiten der alten Glaubenslehre durch getreue Amanatori. Anschließend unterwarf Lathandrael Ileranis-Durothil, wie er sich nun nannte, den >Schrein der ewigen Sonne< zu Niedergyldenfeldt der neuen Lehre von der aufsteigenden Sonne. Für diesen Schritt entsandte das Heilige Uffiz in Thiefwasser eine von Ihrer Hochradianz unterzeichnete Bannbulle nach Gyldenfeldt, die jedoch keine sonderliche Beachtung fand, da sich die Lathandritenkirche im Zustande fortschreitender Erosion befand.
1375 starb Fürsterzabt Tolgar und Lathandrael übernahm für dessen sechsjährige Tochter, Fürsterzäbtissin Jamandra Anuvien, die Regentschaft in Gyldenfeldt als Fürst-Regens nun auch vollumfänglich die Herrschaft in Gyldenfeldt.


LATHANDRAEL, SONNENMEISTER, ILERANIS-DUROTHIL ALS FÜRST-REGENS VON GYLDENFELDT
(Gemälde von Lakus Crachan d. J.)

In regem brieflichen Austausch mit Daelegoth Orndeir machte sich der Fürst-Regens daran, der Amanatorikirche eine dauerhafte Organisationsstruktur zu verleihen. Dabei sollte die alte Lehre nicht als irrig verurteilt werden, war und blieb doch Lathander der morgendliche Aspekt Amanators, der selbst die Hohe Sonne repräsentierte. Dazu waren die Weihegrade der Lathandriten mit den traditionellen der Amanatori abzugleichen. Auch sollten die Riten der Lathandriten weiter Beachtung finden und die neuen Zeremonien und Gebete für Amanator in deren Gerüst eingearbeitet werden. Darüber hinaus war eine Rechtsschule zu gründen, in welcher v.a. weltliches Recht gelehrt und studiert werden konnte – war doch Amanator als Gottheit der Rechtspflege bekannt. Jeder, der diese Ausbildung durchlief, sollte die Weihegrade der Amanatori – vom >Diener des Lichts< bis zum >Hochherrn der Goldenen Sonne< empfangen – hierbei waren vor allem konvertierte Tyriten behilflich. Gleichzeitig sollten diejenigen, welche – statt in der Rechtspflege – eher in der Seelsorge, im Gebet und Gesang ihre Beheimatung hätten, die Weihegrade der Lathandriten durchlaufen. Auch entwarf Lathandrael zusammen mit Daelegoth eine neue Tempeldienstordnung, welche die alte Lathandritentradition in die neue Kirche Amanators überführte. Durch dieses Wirken wurde die Prefastur der Ewigen Sonne in Niedergyldenfeldt neben Elversult, Telpir und dem Kloster der Sonnenseele in Thiefwasser eines der Zentren der Kirche des Gelben Gottes.


AMANATOR, DIE SONNE DES GESETZES,
(Altarbild von Mililangelo Merris von Karwatsch)

1385 wurde Toril von der Sprüchepest heimgesucht. In der ergrünenden Anauroch-Wüste setzte sich eine neue Macht fest, die über "fliegende Städte" verfügte und als Neu-Nesseril bezeichnet wurde. Das Neue Nesseril dominierte im Gefolge bald weite Bereiche der nördlichen Herzlande und des Nordens, wo es sich als Ordnungsmacht durchsetzte. Lathandrael bewahrte für Gyldenfeldt eine Position der Neutralität zwischen den Mächten der Schwertküste und den vom Neuen Nesseril dominierten Bereichen.
1386 gaben Lathandrael und Amanators Prophet, der damals bereits im Geruche der Heiligkeit stehende Daelegoth Orndeir das neue Ritualbuch der Kirche Amanators heraus, aufgrund dessen immer mehr Tempel Lathanders sich zu Amanator bekannten. Lediglich die von Ghentilara geführten Hohen Morgenzinnen zu Thiefwasser verharrten in ihrem alten Glauben.
1390 endete Lathandraels Regentschaft mit dem 21. Geburtstag Jamandra Anuviens, die als Fürsterzäbtissin den Gyldenfeldter Stuhl bestieg. Aufgrund seines üppigen Privatvermögens unabhängig, verbrachte Lathandrael die folgenden sechs Jahre als Privatier. Er widmete sich in dieser Zeit dem Studium vor allem des Thiefwasserschen Rechts, ehe ihn ein Ruf an den Tempel der Hohen Zinnen des Morgens ereilte: Ghentilara war 1395 an der Seuche des Fauligen Fluchs verstorben, die in Stubbenmoor ihren Anfang nahm und auch Gyldenfeldt verheerte. Sie hinterließ einen in verschiedene Fraktionen gespaltenen Erz- und Großtempel – vor allem noch die Lathandriten des Heiligen Uffizes kämpften gegen die progressiveren Amanatori.
1396 wurde Daelegoth Orndeir von den auf der Synode von Telpir versammelten Kirchenobersten als Nachfolger Ghentilaras auf Lebenszeit zur Höchstrepräsentanz der Amanatorikirche gewählt. Und es war sein Wunsch gewesen, daß Lathandrael die Leitung des tief gespaltenen Thiefwasserschen Erz- und Großtempels übernehmen sollte. Zum Sonnenmeister und Hochherrn der Goldenen Sonne geweiht, übernahm Lathandrael Ileranis-Durothil im selben Jahre 1396 die Hohen Zinnen des Morgens, löste das Heilige Uffiz auf und ersetzte es durch das Heilige Kollegium für die Glaubenslehre. Er versöhnte die miteinander verfeindeten Parteien und ging daran, die finanziellen Grundlagen des Erz- und Großtempels zu konsolidieren, erwarb Grundbesitz und erwirkte 1399 von Freifürst Caladorn sogar die Fürstung der Hohen Zinnen des Morgens, weswegen er sich seither >Lathandrael I.< nennt und den Titel eines Fürst- und Erzklerikals führt.


WAPPEN SEINER RADIANZ LATHANDRAELS I., FÜRSTERZ- UND HOCHKLERIKAL AMANATORENS AM ERZ- UND GROSSTEMPEL DER HOHEN ZINNEN DES MORGENS ZU THIEFWASSER

1419 berief Amanator seinen Propheten ab und verewigte Seine Hochradianz, Daelegoth, Sonnenmeister, Orndeir in seiner gestirnten Herrschaft der ewigen Sonne. Auf der im Jahr darauf in Elversult stattfindenden Amanatorisynode wurde er heilig gesprochen und seine Reliquien zur Ehre der Altäre erhoben. Die versammelten Hochherrn/damen der Goldenen Sonne bzw. des Sonnenaufgangs erwählten Lathandrael I. auf Lebenszeit zu dessen Nachfolger als Höchstrepräsentanz der Amanatorikirche. Seit 1420 trägt Lathandrael die Titel:


SEINE HOCHRADIANZ, LATHANDRAEL I., VON DES GELBEN GOTTES GNADEN, RECHTSCHAFFENER GEWALTIGER AM HOFE DER EWIGEN SONNE UND HOCHHERR DER GOLDENEN SONNE, U.S.W., REGIERENDER FÜRSTERZ- UND HOCHKLERIKAL AMANATORENS AM ERZ UND GROSSTEMPEL DER HOHEN ZINNEN DES MORGENS ZU THIEFWASSER, USW.,
(Gemälde von Guldo da Suzail, gen. „Suzailinjo“)

Geweihter und erleuchteter Morgenherr sowie erhobener Hoher Morgenmeister Lathanders, Bewahrer und Verteidiger des rechten Glaubens und Oberster Richtherr sowohl in Sachen der Blut-, Hals- und Hochgerichtsbarkeit wie auch in der Niederen Gerichtsbarkeit in allen geistlichen und weltlichen Gedingen der Schwertküste und des Nordens ausnähmlich der Silbermarken, u.s.w.,
Oberster Befehliger des ritterlichen Paladinen-Ordens von der Aster, u.s.w., Titulierter Sonnenmeister der Bruderschaft von der glorreichen Sonne.


Zuletzt von DexM am So Dez 29 2013, 22:51 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: DexMs Charaktere: Bios   Mo Sep 30 2013, 14:05

DAGULT NEVEREMBER
(inaktiv)


FREIFÜRST DAGULT NEVEREMBER VON THIEFWASSER, FÜRST-STATTHALTER VON NIEWINTER
(Gemälde von Sunebold Rasslantner)

„Wir sind mehr als erfreut, Unsere Dienste und Unsere Mittel aufbieten zu können, dieses Zentrum von Kultur und Handel wieder zu errichten. Durch unsere vereinten Anstrengungen wird Niewinter auferstehen als eine Bastion des Guten an der Nördlichen Schwertküste.“

Dagult Neverember wurde als Sohn der Gunstgewerblerin Mirtria Ember in Thiefwasser geboren. Aufgrund seines Geschicks in Finanzgeschäften aber auch seiner Rücksichtslosigkeit (Spitzname „Dolch“) gelang es ihm, die ärmlichen Verhältnisse seiner Kindheit hinter sich zu lassen und rasch aufzusteigen. Als scharfsinniger Verhandlungsführer verfolgte er seine Ziele mit skrupellosem Opportunismus und vermochte diese auch durchzusetzen. Bald eilte ihm der Ruf eines überaus erfolgreichen, ökonomischen Strippenziehers voraus, der sich auch solche Finanzgeschäfte beteiligte, vor denen andere zurückschreckten. Obwohl Neverember in diesem Ringen um Macht und Einfluß zeitweilig auch mit zweifelhaften Partnern paktierte, gelang es ihm stets, sich rechtzeitig von diesen zu distancieren, ohne daß man ihm je etwas Justiziables hätte nachweisen können.

Bald schon sah sich die Führungselite Thiefwassers genötigt, den kometengleichen Aufsteiger in ihre Kreise einzubinden. Und auch Neverember – der in der zweiten Hälfte der 1450er Jahre als arroganter und gieriger Emporkömmling galt – begann, vermehrt an seiner Reputation zu arbeiten. Er beschäftigte eine Gruppe von Historikern mit dem Auftrag, ihm eine angemessene Familiengeschichte zu entwerfen. Das Wissenschaftlergremium ersann eine geschickte, genealogische Konstruktion, nach der sein unbekannter Vater in Wirklichkeit Vers Never gewesen sei, ein illegitimer Sproß Nascher Alagondars, des letzten Fürsten von Niewinter, der in Thiefwasser das Leben eines Adventürers geführt habe. Aus der Zusammenziehung der Namen von Vater und Mutter, Never und Ember sei der Name Neverember entstanden. Mit großem Aufwand wurde diese Familienlegende sogleich in Thiefwasser und darüber hinaus verbreitet und Heraldiker entwarfen dazu ein passendes Wappen: Einen goldenen Leuskopf, hersehend, in blau.

Mit seiner veränderten gesellschaftlichen Position wandelte sich auch Neverembers Auftreten: Er umgab sich mit Künstlern und Gelehrten, gab sich leutselig, umgänglich und großmütig – ohne dabei die eigenen wirtschaftlichen Interessen aus den Augen zu verlieren. Seiner überaus vorteilhaft abgeschlossenen Ehe mit der reichen Erbin eines alten Handelshauses entsprang 1457 ein Sohn, Renaer, der – anders als sein Vater – bald schon mehr Leidenschaft für Bücher als für Finanzgeschäfte zeigte, was die Beziehung der beiden belastet.

Dagult Neverembers gesellschaftlicher Aufstieg gipfelte in seiner Wahl zum Freifürsten von Thiefwasser. Nicht zuletzt, um dem Expansionsdrang der Neuen Nesser in Richtung der Schwertküste etwas entgegen zu setzen, bemüht er sich seitdem um die Eroberung von Handelsstützpunkten, die Sicherung von Handelswegen und den Ausbau der thiefwasserschen Einflußsphäre. Im Jahre 1467 DR entschloß er sich, die vom Ausbruch des Hotenow verheerte Stadt Niewinter unter seine Kontrolle zu bringen. Er stellte eine Armee aus Mintarn-Söldnern auf, eroberte jenes Gebiet, das heute als Statthalters-Enklave bekannt ist und schlug sein provisorisches Hauptquartier in der Halle der Gerechtigkeit, dem ehemaligen Tyrstempel, auf.

DIE KRONE DER FÜRSTEN VON NIEWINTER

Obwohl sich die Krone in seinem Besitz befindet, ließ Freifürst Dagult sich bislang noch nicht zum Fürsten von Niewinter krönen. Er will abwarten, bis ihm die Bevölkerung Krone und Titel anträgt. Daher begegnet er – trotz seiner bekannten Vorurteile gegenüber Halbmenschen – jedermann mit vorzüglicher Freundlichkeit, wirbt um Vertrauen in seine Campagne >Neues Niewinter!< und lädt zur Zusammenarbeit beim Wiederaufbau der Stadt ein. Dennoch ist seine Herrschaft nicht unumstritten! Seine Kritiker werfen ihm vor, den Thron usurpiert und einen Polizeistaat errichtet zu haben. Und so sieht man in den Straßen der Stadt – neben einer Vielzahl der von Neverember nach Niewinter berufenen Handwerker und Künstler, Maurer und Zimmerleute – die allgegenwärtige Stadtwache patrouillieren.

Freifürst Dagult macht – spätestens seit dem Tode seiner Gattin – aus seiner Leidenschaft für das schöne Geschlecht kein Geheimnis. Obschon ergraut, umwirbt der passionierte Waidmann ebenso charmant wie unnachgiebig seine „Beute“ mit freigebiger Galanterie. Um seinem Buhlen zu entgehen, sah sich die junge Komtesse Aleena von Thann genötigt, Thiefwasser zu verlassen. Einzig die als Geschickteste der Garde Thiefwassers bekannte Talana Taenfieder beherrscht die Kunst, sich das Werben des Fürsten gefallen zu lassen, ohne dafür Verpflichtungen eingehen zu müssen.
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BeitragThema: Re: DexMs Charaktere: Bios   Mo Sep 30 2013, 14:17

SIHR TYRFRID ROHBARTHS
(inaktiv)

Sihr Tyrfrid Rohbarths ist eine Legende! Allein die Nennung seines Namens flößt seinen Gegnern bereits Ehrfurcht ein! Der faerûnweit berühmt-berüchtigte Staranwalt, der noch keinen Fall verloren hat, ist der unumstrittene König der Plädoyers. Mit traumwandlerischer Sicherheit auf dem schmalen Grat zwischen Skurilität und Exzentrik wandelnd, ist sich das Rhetorikgenie für keinen theatralischen Auftritt zu schade, um einen Fall zu gewinnen. Dabei beherrscht er die Klaviatur der Emotionen: Charmant und umgänglich vermag er sein Gegenüber mit wonnigfließender Rede zu umschmeicheln, dann wieder fixiert er es mit seinen wasserblauen, unter den zusammengekniffenen, weißen Brauen grimmig lauernden Augen, um wenig später mit donnernder Stimme loszupoltern und sein verschrecktes Opfer rhetorisch zu zerfetzen. Bald bescheidet er der gegnerischen Partei mit kühler Sachlichkeit die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens, um sogleich darauf die Aussage eines Zeugen der Anklage genüßlich zu zerpflücken – je nachdem, wie es seiner Strategie am besten dienlich ist. Wird er aber provoziert, reagiert er bissig wie ein Kampfbeller. Dann kommt es vor, daß Sihr Tyrfrid einen Ankläger durch die Staccati der von ihm gerittenen Attacken – die er mit dem klassischen „Einspruch, Euer Gestrengen!“ einzuleiten pflegt – über weitere Strecken des Prozesses nicht mehr zu Wort kommen läßt. Daher ist die Zahl der von ihm hinterlassenen, erschöpften Richtherrn und verzweifelten Klagheiße Legion.


SIHR TYRFRID ROHBARTHS
(Karikatur aus der Zeitschrift >Die Juristische Welt< von O. Cheswald)

Der 375jährige, dem Clan der Rohbarth entstammende Schildzwargh ist untersetzt – untersetzter noch als Zwarghe es ohnehin sind. Sein breites, von einem mächtigen Doppelkinn unterfangenes Gesicht wird über den fleischigen, breiten Lippen von einer großen Knubbelnase dominiert. Unter stetem Volldampf stehend, changiert seine Gesichtsfarbe von lebhaftem rot bis puterrot. Was nur wenige wissen ist, daß der durchdringend-scharfe, wache Blick des Zwarghes daher rührt, daß Sihr Tyrfrid stark kurzsichtig ist.

Von 1198 – 1245 studierte er in der >Abtei des Gerechten Hammers< in Quastental, wo er auch der Kirche Tyrs beitrat. Nach seinem Abschluß schrieb er sich als freier Lesherr in Kertzenburg ein, wo er sich im olfynen, amnischen und calischitischen Recht vervollkommnete. Ab 1280 praktizierte Sihr Tyrfrid dann an der >Halle der strahlenden Gerechtigkeit< in Uthmer und an der >Halle des Rächenden Hammers< in Telflamm.

Überregionale Bekanntheit erlangte er im Verfahren >Lyrabar gegen Eulric Thoster< in dem er für den Angeklagten einen Freispruch erwirkte, da es ihm gelang nachzuweisen, daß hinter den Aktivitäten des Piraten der Handelsprinz Hamrad Marhana stand. 1399 folgte Sihr Tyrfrid Rohbarths einer Berufung an die Hohen Zinnen des Morgens nach Thiefwasser, wo er zur Amanatori-Kirche konvertierte, in der er bald bis zum Sonnenmeister und Friedensrichtherrn aufstieg.


SIHR TYRFRID ROHBARTHS
(Gemälde von Guldo da Suzail, gen. „Suzailinjo“)

Im privaten Umgang ist Sihr Tyrfrid humorvoll und zuvorkommend, im Fachgespräch schlagfertig und ernsthaft und in politisch-weltanschaulichen Dingen ist er ein Zyniker vor den Göttern. Seine stattliche Figur verrät, daß er die Freuden eines guten Mahles wie auch eines gehaltvollen Tropfens durchaus zu schätzen weiß. Er raucht starke Duwackspfeifen, die er mit >Maztikisch Gold< stopft und seine bevorzugte Branntwîn-Sorte ist >Schlächters Feuer<, bei schwierigeren Fällen auch zwarghische >Feuersaat<. Doch seitdem er zwei schwere Schwächeanfälle hatte, muß er Verzicht üben. Sein Heilklerikal verordnete ihm Abstinenz und Ruhe, vor allem solle er anstrengende Prozesse meiden. Zu seiner Betreuung wurde ihm die rechtschaffene Schwester Plimsoll zugeteilt, deren kärglich-hagerem Wesen Sihr Tyrfrid in herzlicher Abneigung verbunden ist, woran auch sein Assistent, Rechtsverteidiger Brogan Moss kaum etwas ändern kann.

Als Meister des Bluffens und Täuschens hat Sihr Tyrfrid aber schon einen gewitzten Weg ersonnen, um mit seiner Aufseherin koexistieren zu können, ohne allzusehr darben zu müssen...
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BeitragThema: Re: DexMs Charaktere: Bios   Mo Sep 30 2013, 14:55

DER MIT DEM WOLFSBANNER TANZT:

MAJOR WAYN >DAS GESETZ< RUHSTER

Wayn Ruhster wurde 1417 DR in den Westlichen Herzlanden auf der kleinen Farm seiner Eltern geboren. Diese lag inmitten der Felder der Thoten, zwei Tagesritte vom Dorf Triel, dem nächsten Ort entfernt. Früh am Morgen hieß es, die Ärmel hochgekrempelt und hinaus zur Arbeit! Es war ein rauhes Leben in einem rauhen Land. Wayn konnte reiten, ehe er sprechen gelernt hatte. Mit fünf Jahren erhielt er von seinem Vater seinen ersten Kreuzbogen – eine Barutta 0,35 Zoll. In den langen Stunden, die er am Lagerfeuer und bei der Herde verbrachte, übte er sich im Schießen.


MAJ. WAYN >DAS GESETZ< RUHSTER, Kdr 13./Sw
(Tafelbild von Liirhold Pinzler)

Eines Tages – er war noch keine fünfzehn – kam er mit dem Vieh von den Weiden zurück, als er am Horizont eine Rauchsäule aufsteigen sah! Er gab seinem Zelther die Sporen und bald stand er vor den rauchenden Trümmern seines Elternhauses – eine Rotte umherziehender Orkhen hatte die Farm überfallen und Mann und Maus abgeschlachtet. Sie konnten noch nicht weit gekommen sein. Ohne zu Zögern, setzte er sich auf ihre Spur und verfolgte sie, bis ein jeder von ihnen seinen fauligen Atem ausgehaucht hatte.

Einige Jahre lang verdingte er sich als Viehhirte. 1435 ließ er sich von den Flammenden Fäusten anwerben, der Wach- und Schutztruppe von Baldurs Tor, wo er eine Unteroffizierslaufbahn durchlief. Nach Thiefwasser übergesiedelt, trat er 1446 der dortigen Stadtgarde bei. Aufgrund seiner Tapferkeit zum Offizier ernannt, brachte er es zum Rittmeister. Dabei waren nicht etwa Morgenstern, Streitkolben oder Bihänder seine Waffen! Schon während seiner Zeit bei den Flammenfäusten bevorzugte er den eleganteren, doch nicht minder tödlichen Kreuzbogen oder das Rapier. Sein linkes Auge verlor er im Kampf mit einer Drakenlich. 1461 wurde Wayn Ruhster im Range eines Majors aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Zur Legende wurde Major Wayn Ruhster erst nach seinem Ausscheiden aus dem Truppendienst, als er sich im darauf folgenden Jahrzehnt im Bereich der Schwertküste und des unteren Dessarin als Söldner und Kopfgeldjäger betätigte. Damals legte er sich zur >Barutta< auch einen 45-Kaliber-Repetier-Kreuzbogen, Marke Schmiß & Westgnom No. 1 "Friedensbringer" zu, um mit diesen eleganten Präzisionswaffen zu dieser Zeit für Ordnung zu sorgen. Neben diesen wurden die gespornten Schaftstiefel, der knöchellange, lederne Staubmantel über dem Kettenhemd, das rote Halstuch und der breitkrempelige Hut – vor allem aber seine Treffsicherheit – seine Markenzeichen. Dazu immer am Mann: die Duwackspfeife und der mit Hochprozentigem gefüllte Flachmann aus zwarghischer Mithrilarbeit!

War ein Gesetzloser gestellt, so liefen die meisten dieser Auseinandersetzungen folgendermaßen ab: Wo möglich, pflegte Ruhster langsam auf seinen Gegner zuzugehen – die Hände lose über dem Bogen-Griff – um ihm eine Chance zur Aufgabe zu belassen. Ließ dieser die Gelegenheit ungenutzt verstreichen, folgte die Aufforderung, als erster ziehen zu wollen. Dann eine jähe, kaum wahrnehmbare Bewegung, das Surren von Bogensehnen – und stets ging Ruhsters Gegenüber, von einem tödlichen Bolzen getroffen, zu Boden. Legendär wurden auch die >Schießerei an der Thödenhorsfurt<, bei der er eine zwölfköpfige Clique von Gesetzlosen stellte und niederstreckte, oder die >Schlacht auf Beruns Hügel<, in der der zur Unterstützung der Streifenreiter von Langsattel angeheuerte Ruhster das Gesindel der Blausiegelbande zur Strecke brachte. Alleine zwischen 1462 und 1472 gehen insgesamt 127 tote Verbrecher auf sein Konto (Drowe nicht mitgerechnet)! Dies und mehr trug ihm die Beinamen >Das Gesetz< und >Rächer der Verdammten< ein.

Mitte der 70er Jahre wurde es still um den Major. Zurückgezogen lebte er mit seinem treuen Zelther Klint in einem Haus bei Leilon unweit des Totenmannsteichs. Bis ihn im Eleasias 1479 ein Schreiben der Kanzlei des Fürststatthalters von Niewinter erreicht – Major Wayn >das Gesetz< Ruhster wird wieder gebraucht...
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