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 Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons

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BeitragThema: Die Frauen des River Mason   Mo Sep 30 2013, 14:05

Das erste Mädel:

Die Kellnerin stelllte eine Schüssel Eintopf vor den Stadtwächter Niewinters. Als sie weg war, brach es aus ihm heraus: "Red nur nicht von meiner Frau. Zur Zeit bin ich bereits am platzen, wenn ich nur an die denke!" Wachmann Belor Rotschild, spuckte Reste des Schlucks Bier, welches er eben noch zu sich genommen hatte, aus, während er dies seinem Kameraden, Zhen Temlin, entgegenbrüllte. Dieser betrachtete Belor kritisch: "Was hat sie diesmal verbrochen? Hat sie wieder ihre Nähnadeln in deinen Hemden vergessen, oder den Tabakspucknapf zum Kochen verwendet?" Er grinste. Sein Gegenüber jedoch hatte jeglichen Sinn für Humor verloren: "Nein, inzwischen treibt sie es mit anderen Männern." sagte Belor, halb im Zorn, halb am verzweifeln: "Da komme ich gestern abend von der Tagwache nach Hause und freue mich aufs Essen und da sehe ich das dieses Miststück so'n Jüngelchen bei sich hat. Jung und blond - ganz wie sie es mag." Zhen guckte überrascht: "Kann ich mir nicht vorstellen. Wahrscheinlich nur ein Cousin oder so etwas. Ich meine deine Frau ist zwar dumm wie Brot, aber betrügen würde sie dich doch ganz sicher nicht." Belors Faust knallte auf den Tavernentisch. Die Eintopfschüssel sprang ein paar Zentimeter in die Höhe, dies jedoch reichte um sie auf dem nur grob gearbeiteten Tisch aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Schüssel rutschte ein paar Zentimeter zur Tischkannte, kippte um und ihr Inhalt ergoss sich auf den Fußboden. Belor war im Rausch: "Ein Cousin würde kaum nackt hinter meiner ebenfalls unbekleideten Frau stehen, sich die Eier kraulen und mir ein 'is grad ungünstig' zurufen, wenn ich durch die Haustür komme!" In der Taverne wurde es schlagartig still. Die Augen all seiner Kameraden waren mit einem mal auf Belor gerichtet. Dieser schaute die starrende Menschenmasse grimmig an: "Kümmert euch um euren Kram!" schrie er. Die Blicke wichen und die Gespräche setzten wieder ein, immer wieder jedoch linste nun irgendwer zum Tisch von Belor und Zhen. Letzterer guckte besorgt drein: "Das klingt ja doch ernster, als ich dachte." Belor schnaufte: "Und es braucht nur die Aufmerksamkeit der ganzen Kneipe, bis du es begreifst, Hohlkopf." Zhen schüttelte den Kopf: "Hast du dem Kerl wenigstens eine ordentliche Abreibung gegeben?" "Nein" antwortete Belor barsch: "Ich wollte gerade ran an das Bürschchen, während er seine paar Habseligkeiten zusammengesammelt hat und gerade als ich da war, ist er vor meinen Augen verschwunden!" "Oh, ein Magier oder sowas auch noch?" fragte Zhen, doch sein Kamerad schüttelte nur den Kopf: "Nein, nein, der war einfach zu schnell und wusste noch dazu ganz genau, wie er sich unbemerkt davon schleicht. War fast, als würde er, naja, im Raum verschwinden, wie so eine Art Chamäleon." "Von solchen hört man ja immer mal wieder" entgegenete Zhen: "Hast du irgendeine Ahnung wer er war?" Belor schüttelte den Kopf: "Nicht wirklich. Meine Frau hat wohl nicht viel mit ihm geredet. Wenn sie auch sonst alles andere mit ihm getan hat. Ich hatte den Eindruck er stammt aus Cormyr. Jedenfalls klang er so. Irgendwann hab ich immerhin den Namen aus ihr rausprügeln können." Er nahm einen weiteren Schluck Bier und das Rot stieg ihm erneut ins Gesicht, als er den Namen vor sich her murmelte: "River. River Mason." Dann spuckte er aus und schaute seinen Kameraden wutenbrannt an: "Wenn ich dich erwische..." setzte er nach. In diesem Moment kam der Wirt der Kneipe zum Tisch und betrachtete den nassen Fußboden, auf dem Stücke von Gemüse verteilt waren: "Für die Suppe wird der Herr aber aufkommen müssen."


Zuletzt von River am Mo Sep 30 2013, 15:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Mo Sep 30 2013, 15:32

Das zweite Mädel:

"Hast du was gehört?" fragte Giselherr von Gernreich-Lütte seinen Leibdiener Hilbert, als dieser ihm soeben die Haustür zu Giselherrs Anwesen Unter den Bögen geöffnet und den hohen Herrn passieren lassen hatte. "Nein, mein Herr" antwortete der Bedienste knapp. Giselherr lauschte noch einmal und schüttelte dann den Kopf: "Ich auch nicht!" sagte er aus tiefster Überzeugung und machte sich eiligen Schrittes auf den Weg in den Wohnsalon, um sich noch schnell am Geschmack des Tabaks zu erfreuen, den er soeben erworben hatte. Ja, er musste schnell handeln, wenn er nach seiner Pfeife noch genug Zeit haben wollte, um die Spuren des Fröhnens seiner Passion zu verwischen, bevor seine Frau von ihrem Marktbesuch zurück käme. 'Sicher wird sie wieder die Teufel aus sich heraus lassen, wenn sie merkt, dass ich geraucht habe', dachte er sich und war umso mehr darauf aus, jetzt schnell zu stopfen und sich wenigstens für die halbe Stunde, die ihm noch verblieb, bis der Ehestress beginnen würde, zurückzulehnen. Gerade hatte er sich von Hilbert sein Pfeifenbesteck und den Tabak bringen lassen und es sich in seinem weiten Sessel gemütlich gemacht, als er erneut ein Geräusch hörte. Es klang wie ein Kratzen. Als würde etwas über den Fußboden im Obergeschoss schaben. Er legte das Besteck beiseite und lauschte. Dann wieder etwas: Es erinnerte ihn an das Geräusch, dass er gemeint hatte zu hören, als er das Haus betreten hatte und welches er irrtümlich als Einbildung abgetan hatte. Es klang wie... ein verspieltes Lachen. Sollte etwa seine Tochter Flosshilde schon früher vom Markt zurückgekommen sein? Oder war sie gar überhaupt nicht mit der Mutter dort gewesen und hatte den gesamten Vormittag allein zu Haus verbracht? Warum dann aber dieses Lachen? Die Sache würde ihn nicht loslassen, so wusste Giselherr und überhaupt galt es nun herauszufinden, warum die Tochter zu Hause war. Flosshilde war sein ganzer Stolz. Ein Mädchen von nunmehr 17 Jahren, mit wallendem braunen und gelockten Haar, seidenweicher Haut und Augen, die noch jeden anderen Mensch und Elf in ihren Bann gezogen hatten. 'Welch Glück, dass die Horken für so etwas wie Schönheit keinen Sinn haben, sonst kämen sie auch noch meiner Flosshilde hinterher' pflegte er auf diversen Gesellschaften zu sagen, um klarzumachen, dass die Tochter nunmehr ebenfalls heiratswillig war und die Liste an Verehrern lang sei. Ja, sie war ein so aufgewecktes Mädchen. So neugierig auch. Wohlerzogen selbstverständlich. Die Tugend in Person. 'Ach, wenn ich so an sie denke, weiß ich, dass mein Leben nicht umsonst war' sagte Giselher zu sich selbst, als er auf der Galerie des Obergeschosses angekommen war. Und dann hörte er es wieder: Dieses Schaben. Was mochte das sein? Gerade so, als ob Holz auf Holz verrückt würde. 'Sie wird ja wohl kaum die Möbel verschieben' war Giselherrs nächster Gedanke und er wurde etwas nervöser. 'Was passiert da?'. Dann hörte er wieder das Kichern. Und dann ein weiteres Lachen, diesmal jedoch von einer anderen Stimme. Eine tiefere. Eine... die wildesten Gedanken kreisten in Giselherrs Kopf als ihm bewusst wurde, dass diese zweite Stimme die eines Mannes war. Er riss die Tür zum Zimmer seiner Tochter auf und fand sie auf ihrem Bett, wie einen Hund hechelnd vor, ihren Allerwertesten einem jungen Mann anfang zwanzig entgegen haltend. Das Bett schabte, ob der Bewegungen des Mannes, über den Parkettboden. Sowohl Flosshilde als auch der Mann drehten sich zur Tür um. Kurz ertappte sich Giselherr dabei, wie er sich selbst eingestehen musste, dass der junge, rotblonde und kräftig gebaute Kerl da tatsächlich recht gut aussehend war. Doch dieser Gedanke war schnell verworfen. Besonders als er dessen Gewahr wurde, dass sowohl der junge Mann, als auch seine Tochter, trotzdem sie doch gerade in Flagranti erwischt worden waren, über beide Backen grinsten. "Was geht denn hier vor?" war das Einzige, was Giselherr sagen konnte. Der junge Mann indes wusste umgehend zu antworten: "Na das, wonach es aussieht". Giselherr war außer sich: "Du Flegel hast meine Tochter geschändet!" doch der junge Man wiegelte sofort ab: "Oh nein, nein. Sie hat schon darum gebeten". "Du hast ihr die Unschuld genommen!" setzte Giselherr nun wesentlich lautstärker nach. Der junge Mann lachte, schaute kurz das Mächen an, mit welchem er sich gerade noch vergnügt hatte und wendete sich dann wieder dem Vater zu. Kopfschüttelnd dagte er: "Ich schwöre: Da wo ich grad war, war schon Jemand vor mir." Giselherr verlor jegliche Fassung: "Du Hurensohn" murmelte er. Und selbst diesmal blieb der Rotblonde nicht still: "Ja, das mag schon sein." antwortete er leise. Flosshilde drehte ihr Gesicht der Wand zu, wenn auch nicht aus Scham, sondern vielmehr um ihr Grinsen vor ihrem Vater zu verstecken, als sie an die Menge an Liebhabern dachte, die sie bereits in ihrem Zimmer empfangen hatte. Die zwei Sekunden, die Giselherr sich nunmehr auf seine Tochter konzentrierte, reichten indes für den jungen Mann aus: Als Giselherr ihn erneut zur Rede stellen wollte, war er verschwunden. Der Mann war weg, einfach so. In Luft aufgelöst. Giselherr hörte im Nebenraum noch das Klappen eines Fensters, doch als er dort ankam, war es bereits zu spät. Das einzige was er noch sehen konte, war der junge, rotblonde Mann, der sich nackt über die Dächer der Stadt hinweg von seinem Anwesen entfernte.
Bereits am Abend saß er in der Wachstube des Wachbattaillons 13 vor einem missmutig dreinschauenden Wachmann, der ganz offensichtlich auf den Stubendienst nur wenig Lust zu haben schien. "Was kann ich für den hohen Herrn tun?" fragte der Wachmann gelangweilt. "Meine Tochter wurde geschändet!" antwortete Giselherr von Gernreich-Lütte hastig und seine Stimme überschlug sich. Der Wachmann schaute auf: "Geschändet?". Giselherr verdrehte die Augen: "Nun, nicht ganz. Sie wurde... Ihre Ehre wurde geraubt. Sie... sie hat. Sie wurde... Also sie hat mit einem Mann..." - "Kopuliert?" fragte der Wachmann etwas amüsiert. Giselherr aber wurde zornig. "Er hat ihre Unerfahrenheit ausgenutzt, dieser Bengel! Ich will dass er gefunden wird! Er hat meine Familie entehrt!" Der Wachmann wurde wieder ernst: "Nun, hoher Herr, könntet ihr den Man beschreiben? Kennt ihr seinen Namen? Oder verfügt ihr über irgendeine andere Information, die uns die Suche nach ihm erleichtern kann." Giselherr nickte: "Selbstverständlich! Sein Name ist River! So jedenfalls hat er sich meiner Tochter vorgestellt. Ich hab den Namen aus diesem Flittchen rausgeprügelt." Giselherr betrachtete den Wachmann. Dessen Gesicht war wie zu Stein erstarrt. Selten hatte Giselherr einen solchen Hass aus den Augen eines Menschen sprechen sehen. Umso überraschter war er, als er hörte, was ihm der Wachmann zu sagen hatte: "Hoher Herr, ich will euch hier ud jetzt schwören, dass ich, Belor Rotschild, nicht ruhen werde, bis ich denjenigen, der über eure Familie Schande gebracht hat, vor das nächste Gericht gezerrt habe, so wahr mir Amaunator helfe!"
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BeitragThema: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Mo Sep 30 2013, 17:14

Die junge Frau war nicht still zu kriegen: "Nun sag schon. Du weißt so viel von mir, und ich habe kaum Ahnung darüber, wer du eigentlich bist." River verdrehte die Augen. So lange sie nur Sachen wie 'Genau da, River', 'Du bist so gut, River' oder 'Ja, ich will es, ich will es!' gesagt hatte, war alles in Ordnung, aber nun fing sie plötzlich damit an, etwas über ihn erfahren zu wollen. Seit nunmher zwanzig Minuten ließ sie sich von der Idee mehr über River Mason zu erfahren, nicht abbringen. Er versuchte ein letztes Rettungsmanöver: "Weißt du" sagte er: "Ich möchte jetzt nichts verderben. Wir haben eine so schöne Zeit gehabt, lass uns einfach im Hier ud Jetzt bleiben und nicht in der Vergangenheit verweilen". Das Mädchen aber war nicht umzustimmen: "Ach komm schon" sagte sie und rüttelte an ihm herum. Er wurde sauer: "Na schön, wenn du es unbedingt willst: Ich bin in Wheloon geboren worden.  Mein Vater war ein Steinmetz, der seine Arbeit durch die Abriegelung der Stadt verloren hatte. Meine Mutter war eine Nutte. Nicht, weil sie sich prostituiert hat, sondern weil sie wohl der Meinung war, dass es meinem Vater und mir gegenüber gerecht sei, wenn sie sich ein wenig vergnügte. Ich hab früh damit begonnen zu klauen um meinem Vater bei der Besorgung des täglichen Bedarfs unter die Arme zu greifen und als er gestorben ist, bin ich aus der Stadt geflohen. Das war vor drei Jahren, ich war gerade 18 geworden. Ich bin danach gute zwei Jahre  umhergelaufen und vor einem halben Jahr hier angekommen, wurde dann  während der Schiffspassage  einem untoten Drachen angegriffen und nun bin ich hier und bekämpfe die merkwürdigsten Monster, die ich je gesehen habe. Seit meiner Ankunft bin ich bereits mehrfach fast zerstückelt, geköpft, verbrannt, zertrampelt und vergiftet worden und, ach ja, man wollte mir mein Gehirn raussaugen. Ist das erstmal genug Information?"  Das rothaarige Mädchen drehte sich von ihm weg. "Ich hab dir gesagt, es würde uns die Stimmung vermiesen." sagte River mit einem nicht überhörbaren Sarkasmus. Das Mädchen antwortete prompt: "Du hättest es einfach netter sagen können. Sonst bist du doch auch poetischer. Als wir uns kennen gelernt haben, hast du mir die Sterne vom Himmel geholt. Du warst so fürsorglich. Du warst so ein lieber Mensch." River schüttelte den Kopf: "So ein Blödsinn. Wenn du nicht damit klar kommst, dass mein Leben bisher nicht das hübscheste war, solltest du dich damit nicht belasten. Ich wusste, dass du damit nicht klarkommen würdest und habe versucht es dir zu ersparen, aber du wolltest unbedingt wissen, wer ich bin. Also schieb mir nicht die Schuld zu, wenn du dich jetzt wie eine dumme Gans fühlst." Damit stand River auf und begann sich seine Hose anzuziehen. "Mistkerl." war die knappe Antwort der jungen Frau.

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River Mason en Route ([Bild von Jenny Jenkins, Model: Alexander Ludwig])
River Mason in Neverwinter ([Photo von DaMan Magazine, Mitchell; Model: Alexander Ludwig; bearbeitet vom Spieler])
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Mi Okt 02 2013, 00:49

*hüstel* ich möchte darauf hinweisen, das wir Minderjährige Gilden Mitglieder haben. Auch wenn diese die Foren bisher nicht besucht haben.Wink 
Das ist keine Kritik an einer guten Charakter Story.

L.G.

Elsa
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BeitragThema: Eine Frage der Schönheit   Do Nov 07 2013, 15:09

Gerade war River auf dem Weg ins Pestturmviertel um endlich dem Hinweis Tills zu folgen, und einen Makler aufzusuchen, der ihm sowohl Wohn- als auch Gewerberaum vermitteln konnte. River hatte bisher nie viel Zeit damit verbracht, sich ernste Gedanken über die Eröffnung eines Geschäfts für exquisite, vom ihm hergestellte, Leder- und Pelzwaren zu machen. Wie auch immer, da absehbar war, dass er nun doch längere Zeit in Niewinter bleiben würde, schien ihm die Idee mehr und mehr sinnig und, das musste er inzwischen zugeben, befriedigend. Wie auch immer, seine Ansprüche waren nicht gering, ging es doch nicht nur darum einen geeigneten Geschäftsraum zu finden, sondern auch eine möglichst große und gemütliche, angeschlossene Wohnung, für ihn und, so hoffte er immer noch, Eliseus.

River spazierte also gerade von der Halle der Gerechtigkeit in Richtung seines Ziel, als ein fröhlich rufender, gut aussehender, junger Mann auf ihn zulief und ihm den Weg blockierte. River blieb stehen. Keine Ahnung, was das nun wieder sollte. Der junge Mann hingegen schien zu wissen, was er wollte. Instinktiv griff River nach seinem Geldsäckel und hielt es fest.

"Neeee, neee, neee!" sprach der Junge Mannfast kopfstimmig und leicht näselnd. "Neeee, neee, neee, diese Frisur ist inzwischen aber auch wirklich gar nicht mehr in Mode, Schätzchen!" und dabei deutete der Kerl auf Rivers Kopf. River guckte ihn blöd an: "Wie bitte?" fragte er ungläubig. Der Mann kam noch einen Schritt näher. Nein, er tänzelte fast ein wenig. Es erinnerte River an einen Jugendfreund aus Cormyr, der intime Gefühle für River gehegt hatte, welche aber natürlich damals von ihm nicht erwidert werden konnten. Das gleiche weibische Gebaren. 'Obwohl' dachte sich River: 'Brandt war damals nicht ganz so schlimm.'

Seine Gedanken allerdings wurden jäh von der Stimme unterbrochen: "So ein hübsches Kerlchen und so ne altmodische Haartracht! Das geht nicht, Schätzchen." Und noch ehe River etwas antworten konnte, wurde er an seiner Hand von dem Jüngelchen die Straße entlang gezogen zu einem recht üppigen Planwagen, auf dem mit schwarzer Schrift die Worte ULFGARD WALTES - BARBIER geschrieben standen.

"Ähm..." brachte River geradeso heraus, aber der hübsche Ulfgard schien gar nicht interessiert zu hören und unterbrach River statt dessen: "Neeee, keine Widerworte. Da muss man ran! Guck doch mal hier: Da fehlt doch völlig das Volumen, Schätzchen! Du bist sicher viel unterwegs und oft in schrecklichen Situationen, wie so viele der Abenteurer in der Stadt, oder?" River nickte nur. Inzwischen waren sie den Planwagen nach oben gestiegen. Ulfgard deckte den Wagen ab und begann Rivers Jacke zu öffnen. 'Bei Tymora' dachte River, als er sah, dass da ein Zuber mit klarem, dampfenden Wasser in dem Wagen stand: 'Was hat er vor?' Schon war die Jacke abgelegt. "So! jetzt machst du es dir erstmal gemütlich, Schätzchen." da entfuhr es River ganz urplötzlich: "Ich hab ein Mädel!". Ulfgard guckte ihn an und grinste: "Na das will ich doch auch hoffen. Wenn jemand mit deinem Körper schon niemanden fände, müsst ich ja alle Hoffnung aufgeben, Schätzchen. Und jetzt hopp! Weg mit der Hose."

River hatte keine Chance. Eine halbe Minute später saß er in dem dampfenden Bad und musste zugeben, dass er sich gerade sehr wohlfühlte. Wulfgard fummelte in seinen Haaren, zog sie nach oben und ließ sie wieder fallen, schob Rivers Kopf hin und her, tänzelte um ihn herum und das einzige, was er dabei sagte, war: "Hmmm... Hmmmm...."

"Was ist denn nun?" fragte River schließlich. Ulfgard guckte ihn wieder an: "Also erstmal zupfen wir bisschen Augbrauen, nicht wahr? Diese Büsche über den Augen hat man vielleicht vor der Zauberpest so getragen, aber heute ist das nix. Und dann... naja mit der Frisur... was willste denn haben, Schätzchen?" River zuckte die Schultern: "Ich trags schon immer so." Ulfgard schüttelte den Kopf: "Siehste, und genau deswegen müssen wir da ran. Du willst doch deinem Schätzchen auch mal was neues bieten, Schätzchen, oder? Ich zeig dir mal was."

Mit diesen Worten kramte Ulfgard aus einer Tasche an der Wand des Wagens ein paar Pergamente hervor und rollte sie vor River aus. Die Figurien, die da zu sehen waren, zeigten ganz unterschiedliche Typen von Herrenköpfen, mit noch ganz unterschiedlicheren Frisuren. "Such dir was aus, Schätzchen" forderte Ulfgard River aus. Und der war am überlegen.


A: Der "Unterschnitt"

B: Der "Bürstenschnitt"

C: Der "Schwiegersohnschnitt"

((Und hiermit rufe ich das Voting zu Rivers neuer Frisur aus... Was meint ihr?))


Zuletzt von River am Do Nov 07 2013, 20:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Do Nov 07 2013, 16:02

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Do Nov 07 2013, 16:16

A
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Do Nov 07 2013, 19:28

*hust* A^^
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Do Nov 07 2013, 19:41

Ich seh schon worauf das hinaus läuft... Aus irgendeinem Grund find ich ja den Schwiegersohnschnitt sexy...

Aber ich tendiere auch zu A
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Fr Nov 08 2013, 05:42

Schäääätzchen! Laß dich von diesen geschmacklichen Nulpen nicht um den Verstand und vor allem den Erfolg bringen!!!
((Wir haben erst "zwei Mädels" von dir!))

Hier mal mein Voting:

S. Hochradianz, Lathandrael I., GGG. Fürsterzkerikal Amanatorens v. Thiefwasser: C Schätzchen, was sonst!!!

S.F.G., Dagult Neverember, Freifürst v. Thiefwasser, Fürststatthalter v. Niewinter: C ??? hm. sieht fast zu gut damit aus... vielleicht doch lieber (Zeit abgelaufen)

S. Luminenz, Laris, Sonnenmeister, Farisander, Oberster Richtherr d. Krone v. Niewinter: C sonst Kopf ab!

Sihr Tyrfrid, Sonnenmeister, Rohbarths, Staranwalt: Einspruch! Ich plädiere auf C

Aosef, Sonnenmeister, Trett, Obristklagheiß: Wie? Ja, ja...: C

Maj. Wayn >Das Gesetz< Ruhster, Kdr. 13.: C - es sollte mehr als nur einen Augenklappenträger geben!

Sw; Schlachtwebel/Sw Dorn Schwarzhammer: A (aber der zählt nicht, der ist ein Zwerg)

Lollo:  C

Linda:  C

Alles klar?

Ach. Doch das Minderheiten-Votum und A? Du willst also aussehen, wie eine Wurzelbürste??? Mit Haaren von einem Langhaarbellers!?! Na gut, dann geh doch und verunstalte dich. Eckiges Gesicht zu Eckiger Frisur – geschmackliches NoGo!!! Außer bei halborks vom Stamme der "Schädelverunstalter" vielleicht! Früher haben die Mädels geheult, weil er sie verlassen hat! Heute heulen sie, wenn sie ihn sehen. Zu lesen in "River - mein spassloses Leben als verföhnter Mönch" 100 nackte Tieflings-Frisösen mit nassen Haaren mögen über dich kommen, um Rache zu nehmen! Und über alle, die dir dazu geraten haben!

Hach, Schäääätzschen, Sune ist das alles tragisch...
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem unendlichen Spaß - Das Leben River Masons   Sa Nov 30 2013, 14:44

River überlegte eine Zeit lang, dann tippte er auf eine der Zeichnungen. Der schöne Ulfgard verdrehte die Augen: "Warum lass ich die Leute überhaupt noch selbst entscheiden? Guck mal, Schätzchen. Weißte warum die Zeichnung so abgegriffen ist? Weil jeder zweite drauftippt! Bald ist der Schnitt auch nicht mehr modern, aber noch mags wohl gehen. In nem Monat kommst du dann wieder zu mir Schätzchen, dann mach ich dir was anderes." Dann holte er noch einmal tief Luft: "Na dann mal ran ans Werk" und schon begannen Haare um River herumzufliegen, als Ulfgard begann zu schneiden.

Es dauerte eine halbe Stunde, in der River wie benebelt von dem warmen Bad und den berauschenden Zusätzen, die im Wasser gewesen sein mussten, in dem Zuber saß, bis Ulfgard schließlich fröhlich ausrief: "Fertig, Schätzchen!" und dabei über beide Backen grinste: "Hübsch siehste aus."

River betrachtete sich in einem abgegriffenen Silberspiegel, den ihm Ulfgard entgegenhielt und musste zugebe, dass der Barbier eine verdammt gute Arbeit geleistet hatte. "Und das hier" sagte Ulfgard, während er ein Tiegelchen aus einem kleinen Regal hervorholte: "machste dir jeden Morgen ins Haar, Schätzchen, damits auch so stehen bleibt und nicht einfach nach unten fällt." Ulfgard hielt kurz inne: "Bei Sune bist du ein hübsches Mannbild." River nickte dankend und Ulfgard setzte nach: "Na dann komm mal raus, damit wir dich trocknen können, Schätzchen". Und River tat wie ihm geheißen. Nachdem er wieder angekleidet war, übergab River dem Barbier eine großzügige Bezahlung, stieg aus dem Planwagen und fühlte sich pudelwohl.

Als er ein paar Schritte gegangen war, hörte er hinter sich dann aber noch einmal Ulfgards Stimme: "Mit dem Schwiegersohnschnitt hättest du auch ganz wunderbar ausgesehen, Schätzchen. Aber beim nächsten Mal kannste den ja immer noch haben." Dabei grinste der Barbier.
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